Glas-Faltwand-Passivhaus-in-Holland
Wenn man den Begriff Passivhaus hört, denkt man vielleicht, dass auch die Bewohner gar nichts tun müssen. Das Gegenteil ist der Fall.
Armand Schrooten, Bauherr
Traumhaus Passivhaus

Für Familie Schrooten aus dem niederländischen Wierden war das Thema „Passivhaus“ ein Buch mit sieben Siegeln. Erst die Ausschreibung ihres Traumgrundstücks durch die Gemeinde veranlasste sie, sich intensiv damit auseinanderzusetzen – denn Kaufrecht bekamen nur diejenigen, die den nachhaltigsten Hausentwurf vorlegten. „Wir hatten uns noch nie Gedanken gemacht, ein Passivhaus zu bauen oder in einem solchen zu leben. Heute sind wir sehr froh, dass wir durch den Wettbewerb gezwungen waren, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen“, erzählt Bauherr Armand Schrooten. „Wir haben uns gemeinsam mit dem von uns beauftragten Architekten und verschiedenen anderen Experten sehr in alle geforderten Komponenten vertieft.

Familie Schrooten, Passivhaus Wierden
Kein bisschen passiv

Basis eines Passivhauses ist ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Technik, Nutzung natürlicher Ressourcen und intelligenter Bauweise. Die Sonne ist die wichtigste Energiequelle: Die Solaranlage auf dem Dach sorgt für warmes Wasser, durch die Glasfassade auf der Südseite wird das Innere des Hauses gewärmt, die Nordseite ist nahezu geschlossen. Dass es im Sommer nicht zu warm wird, ermöglicht ein Überhang der ersten Etage über das Untergeschoss und die Holzverkleidung des Obergeschosses. Dreifachverglasung in allen Fenstern sowie gute Dämmung und Luftdichtheit machen das Haus schließlich zu einem Passivhaus. 

Die Familie wertet viel aus und passt an, die Raumtemperatur, den Sonnenstand, den Einsatz der Heizung und Lüftung. „Passiv ist das ganz sicher nicht“, sagt Armand. „Im Gegenteil: Ein Passivhaus braucht aktive Benutzer.“

Familie Schrooten, Passivhaus Wierden
Der Lieblingsplatz

Bei aller Aktivität, Anpassung und Veränderung gibt es einen Raum, den die Familie niemals missen möchte: den vorgesetzten Wintergarten.  „Obwohl dieser Bereich nicht wärmegedämmt und damit eigentlich kein Wintergarten im klassischen Sinne ist, bietet die Glas-Faltwand SL 45 so viel Schutz, dass unsere Kinder im Winter hier spielen können“, berichtet die Bauherrin Henriëtte. 

Der Raum erfüllt gleich mehrere Wünsche. „Unsere Kinder haben im Winter, wenn die Sonne den Raum wärmt, ein lichtdurchflutetes Zimmer. Die dort gesammelte Wärme können wir für unser angrenzendes Wohnzimmer nutzen, wenn wir die Tür öffnen. In diesem Sinne dient der Raum als Wärmepuffer.“ Ihr Mann ergänzt: „Und im Sommer ist er eine perfekt überdachte Terrasse, denn dann öffnen wir die Glas-Faltwand komplett, so dass wir einen offenen Freisitz haben – der optimale Platz für unsere ganze Familie.“

Zahlen & Fakten

Definition Passivhaus

  • Gebäudestandard, welcher energieeffizient, komfortabel, wirtschaftlich und umweltfreundlich zugleich ist
  • Verbrauch von 90 % weniger Heizwärme als ein herkömmliches Gebäude – Einsparungen von über 75 % im Vergleich zu einem durchschnittlichen Neubau
  • Kein Überschreiten der Höchstmenge von 1,5 Liter Heizöl pro m2 pro Jahr (Durchschnittsverbrauch der Deutschen 15,4 Liter Heizöl pro m2)
  • Gut gedämmt: Abgegebene Wärme von Lebewesen und Maschinen ist Hauptbestandteil der erzeugten Wärme
  • Vermeidung von Wärmebrücken (= Bereiche in Bauteilen, durch die die Wärme schneller nach außen transportiert wird)
  • Große Glasflächen sparen Heizenergie, da durch die Sonne viel Wärme eingetragen wird

Kosten und Förderung

  • Ein Passivhaus kostet im Schnitt 5 bis 15 % mehr als ein gewöhnlicher Neubau
  • Der Bau kostet etwa 1.400 € pro Quadratmeter
  • Die Förderung wird innerhalb der EU unterschiedlich geregelt. In Deutschland bezuschusst die KfW-Bank den Bau in Form eines Darlehens. Der Höchstbetrag für die Förderung liegt bei 50.000 € je Wohneinheit, bis max. 100 % der Bauwerkskosten (Baukosten ohne Grundstück). 

 

Stand: 2019

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